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  • E.Hirning

Magen-Darm Erkrankungen beim Hund




Darmerkrankungen beim Hund können verschiedene Ursachen haben und sich in unterschiedlichen Symptomen äußern. Zu den häufigsten Darmerkrankungen gehören:


1.    Enteritis: Eine Entzündung des Dünndarms, die durch Infektionen, Parasitenbefall, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Stress ausgelöst werden kann. Symptome sind Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen.

2.    Kolitis: Eine Entzündung des Dickdarms, die ebenfalls durch Infektionen, Parasiten oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursacht werden kann. Typische Symptome sind blutiger Durchfall, vermehrter Stuhlgang und Schmerzen beim Stuhlgang.

3.    Pankreatitis: Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die zu Verdauungsstörungen führen kann. Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit.

4.    Inflammatory Bowel Disease (IBD): Eine chronische Entzündung des Magen-Darm-Trakts, bei der das Immunsystem überreagiert. Symptome sind wiederkehrender Durchfall, Gewichtsverlust und Erbrechen.


Achte auf Symptome wie:


-Durchfall: Häufiger und lockerer Stuhlgang kann auf eine Darmerkrankung hinweisen.

-Juckreiz: Ein ständiges Kratzen oder Beißen am Bauch oder am After kann auf Hautirritationen durch Darmerkrankungen hindeuten.

-Blähungen: Ein aufgeblähter Bauch und vermehrtes Gas können Anzeichen für Verdauungsprobleme sein.

-Übelkeit, vor allem am Morgen: Erbrechen oder Appetitlosigkeit, insbesondere morgens, können auf Magen-Darm-Probleme oder auch auf ein Gallensäureverlustsyndrom hinweisen.

-Grasfressen: Ein vermehrtes Grasfressen kann ein Zeichen dafür sein, dass der Hund versucht, sein Verdauungssystem zu beruhigen oder einen Reiz im Magen-Darm-Trakt zu lindern.

 

Der Weg der Diagnose:

Die Diagnose von Darmerkrankungen beim Hund erfordert in der Regel eine gründliche klinische Untersuchung sowie weitere Tests wie Blutuntersuchungen, Kotprobenanalyse, Ultraschall oder Endoskopie.

Auch mit der Bioresonanztherapie nach Paul Schmidt lassen sich energetische Dysbalancen im Körper des Hundes und Futtermittel auf energetische Unverträglichkeiten feststellen. Eine Überprüfung der aktuellen Fütterung kann weitere Aufschlüsse über den aktuellen Ernährungsstandes des Hundes geben.


Die Therapie:

Die Schulmedizinische Behandlung richtet sich nach der Ursache der Erkrankung und kann Medikamente (z.B. Antibiotika, entzündungshemmende Mittel), spezielle Diäten oder auch chirurgische Eingriffe umfassen.

Aus meiner Sicht ist für eine erfolgreiche Therapie die Ursachenforschung und die Ausschaltung der auslösenden Noxen ausschlaggebend für eine erfolgreiche Therapie.

 

Aus naturheilkundlicher Sicht gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von Darmerkrankungen beim Hund. Folgend eine kleine Auflistung:

 

1.    Ernährungsumstellung: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist entscheidend für die Gesundheit des Verdauungssystems. Bei Darmerkrankungen kann eine Umstellung auf eine leicht verdauliche Diät, die reich an Ballaststoffen und probiotischen Nahrungsmitteln ist, hilfreich sein.

2.    Phytotherapie (Kräutermedizin): Bestimmte Kräuter wie Kamille, Fenchel, Ingwer oder Heilpflanzen wie Aloe Vera können beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken und Entzündungen lindern.

3.    Homöopathie: Homöopathische Mittel wie Nux vomica, Arsenicum album oder Carbo vegetabilis können bei verschiedenen Darmerkrankungen eingesetzt werden, um Symptome wie Durchfall, Erbrechen oder Blähungen zu lindern.

4.    Akupunktur mit Hilfe von Bioresonanztherapie kann helfen, den Energiefluss im Körper zu regulieren und das Immunsystem zu stärken, was sich positiv auf die Verdauung auswirken kann. Weiterhin reguliert die Bioresonanztherapie nach Paul Schmidt die körpereigenen Regulationsmechanismen.

5.    Bachblüten-Therapie: Bachblüten wie Rescue Remedy können bei Stressbedingten Darmerkrankungen helfen und zur Beruhigung beitragen.

6.    Vitalpilze: Vitalpilze werden in der Naturheilkunde zunehmend zur Unterstützung bei verschiedenen Gesundheitsproblemen eingesetzt, einschließlich Magen-Darm-Erkrankungen beim Hund. Einige Vitalpilze haben entzündungshemmende, immunmodulierende und antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen können, die Verdauung zu unterstützen und das Gleichgewicht im Magen-Darm-Trakt wiederherzustellen.

 

 

Eine kurze Erläuterung zu ein paar wichtigen Laborparametern zur Kotproben Analyse:

 

Die Gallensäuren spielen eine entscheidende Rolle im Verdauungsprozess des Körpers. Sie werden in der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert, um nach der Nahrungsaufnahme in den Dünndarm abgegeben zu werden. Dort unterstützen sie die Fettresorption und Fettverdauung, indem sie die Fette emulgieren und deren Aufnahme

Nachdem die Gallensäuren ihre Aufgabe erfüllt haben, werden etwa 95% von ihnen am Ende des Dünndarms wieder aufgenommen und im enterohepatischen Kreislauf zur Galle zurücktransportiert. Dieser Recycling-Prozess sorgt dafür, dass die Gallensäuren effizient wiederverwendet werden können.

Wenn jedoch der enterohepatische Kreislauf gestört ist, können erhöhte Konzentrationen von Gallensäuren in den Dickdarm gelangen. Dies kann zu Durchfällen führen, die teilweise explosiv sein können, sowie zu Fettstühlen. Eine Untersuchung des Stuhls kann Aufschluss darüber geben, ob zu viel Gallensäure ausgeschieden wird und ob möglicherweise eine gestörte Wiederaufnahmefunktion des Dünndarms vorliegt.

Es ist wichtig, diese Untersuchung durchzuführen, um mögliche Probleme im Verdauungssystem frühzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu können. Eine gestörte Gallensäureausscheidung kann verschiedene Ursachen haben und sollte daher fachkundig abgeklärt werden.

 

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Akute-Phase-Protein, das Entzündungsprozesse reguliert und hauptsächlich in der Leber hergestellt wird. Es wird in den Darm abgegeben, um dort Enzyme wie Elastasen und Trypsin zu kontrollieren und Entzündungen zu hemmen. Danach wird es mit dem Stuhl ausgeschieden. Erhöhte Antitrypsin-Werte im Kot können auf eine gestörte Darmschleimhaut hinweisen, die dazu führt, dass das Protein (und andere Eiweiße) vermehrt in den Darm gelangen. Dieser Parameter wird empfohlen, wenn eine Darmentzündung vermutet wird oder um das "Leaky-Gut-Syndrom" (erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut) abzuklären, zusätzlich zur Bestimmung des Gesamteiweißes im Kot.

 

Das Protein Calprotectin ist hauptsächlich in Immunzellen vorhanden, die an der Bekämpfung von Krankheitserregern beteiligt sind. Bei Entzündungen im Darmbereich gelangen diese Zellen durch die Darmwand in den Darminhalt, was zu einem Anstieg der Calprotectin-Werte im Stuhl führt. Diese erhöhten Werte sind insbesondere bei Infektionen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen festzustellen und in geringerem Maße auch bei anderen krankhaften Veränderungen oder Erkrankungen wie beispielsweise Tumoren.


Pankreatische Elastase: Exokrine Pankreasinsuffizienz ist nach Pankreatitis die zweithäufigste Erkrankung der Bauchspeicheldrüse beim Hund. Dabei fehlt es an der Produktion von Verdauungsenzymen. Typische Symptome sind chronische Verdauungsstörungen und Gewichtsverlust trotz normalem Appetit. Zur Diagnose wird der Gehalt von Pankreasenzymen im Kot, wie etwa der pankreatischen Elastase, gemessen, um auf die Produktion von Verdauungssekreten schließen zu können. Liegt die Elastasekonzentration unterhalb 10 mg/g lassen eine exokrine Pankreasinsuffizienz vermuten.

 

Zonulin ist ein Protein, das die Durchlässigkeit der Dünndarmschleimhaut erhöht, indem es mit den Tight Junctions reagiert. Diese Tight Junctions schließen den Raum zwischen den Epithelzellen und verhindern so einen unkontrollierten Substanzübertritt aus dem Darm. Zonulin bindet an spezifische Rezeptoren und führt zur Öffnung dieser Zwischenräume. Eine verstärkte Freisetzung von Zonulin wird beispielsweise durch bestimmte Enteritiserreger ausgelöst und ist bei Patienten mit Zöliakie und Typ-1-Diabetes zu beobachten. Dies führt zu einer erhöhten Permeabilität der Darmschleimhaut, auch bekannt als "Leaky Gut". Dadurch steigt das Risiko, dass potenziell schädliche Stoffe die Schleimhautbarriere überwinden können. Werte über 400mg/ml sprechen für eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut.

 

 

An wen kann ich mich wenden?

Als Tierheilpraktikerin bin ich für dich da, um Fragen zur Gesundheit deines Hundes zu beantworten und dir bei der Vorbeugung und Behandlung von Gesundheitsproblemen zu helfen. Wenn Du weitere Fragen zu meinen angebotenen Therapien hast, dann kannst du dich gerne telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular an mich wenden.

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