top of page
  • E.Hirning

Streunerkatzen


Es ist eine beunruhigende Erfahrung für Katzenbesitzer, wenn die geliebte Katze für Tage oder Wochen verschwindet. Die Sorge um das Wohlbefinden der Katze und die Ungewissheit über ihren Verbleib können sehr belastend sein. Wir Besitzer unternehmen alles mögliche, um die Katze wiederzufinden. Das Melden bei Tasso, das Verteilen von Flyern und die Kommunikation mit Tierschutzorganisationen. Wir Katzenbesitzer kennen das alles. Die Geschichten von Katzen, die in ungewöhnlichen Situationen überlebt haben, zeigen, wie widerstandsfähig diese Tiere sein können. Dennoch ist es entscheidend, vermisste Katzen so schnell wie möglich zu finden, da sie ohne Nahrung und Wasser in Gefahr sind. Ganz besonders bei diesen heißen Temperaturen wie diese Tage.
Es gibt einige Berichte von Katzen, die nach 12 Tagen ohne Nahrung noch ohne körperliche Schäden gefunden wurden. Das ist aber eher die Ausnahme als die Regel. Die meisten Katzen werden nach einer Woche ohne Futter sehr schwach und verlieren viel Energie. Außerdem kann es zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung namens hepatische Lipidose kommen, wenn die Katze ihre Fettreserven als Energiequelle nutzt. Katzen benötigen genügend Wasser, um zu überleben. Ohne Wasser können sie nur wenige Tage aushalten. Ein Verlust von 15% ihrer Körperfeuchtigkeit kann zu schweren Schäden an den Organen führen. Katzen können diesen Verlust zwar kompensieren, indem sie mehr trinken oder feuchtes Futter fressen, aber das ist nicht immer möglich. Sollten sie im „genussvollen“ Besitz einer Streunerkatze sein, haben sie ein besonders hartes Los gezogen:) Aus eigener Erfahrung kann ich nur bestätigen, diese Samtpfoten strapazieren die Nerven ganz besonders. Wie meine Tigerdame, neigen Katzen manchmal dazu, sich an unerwarteten Orten zu verstecken oder aus Abenteuerlust wegzugehen. Natürlich ohne Abmeldung:) Nach dem Motto „bin dann mal weg“. Die Katzen genießen die Freiheit und die Abwechslung und möchten ihr Revier erkunden. Sie treffen andere Katzen, jagen Mäuse oder Vögel, spielen mit Blättern oder Schmetterlingen oder sonnen sich auf einem warmen Platz. Streunende Katzen sind also nicht immer unglücklich oder einsam. Sie haben oft eine starke Bindung zu ihren Menschen und ihrem Zuhause. Die einen Katzen brauchen mehr Freiraum und ihre Unabhängigkeit, um sich wohlzufühlen. Leider zum großen Leidwesen von uns Besitzern. Dies zu akzeptieren ist nicht einfach. Wir sehen die Katze eher eingesperrt, verletzt im Straßengraben oder befürchten noch schlimmeres. Ich selbst gehe immer bestückt mit Notfallrucksack und einer Infusionslösung auf die eigentlich sinnlose Suche meiner kleinen Streunerin. Man weiß es einfach nicht; ist Mieze auf Streunerjagd oder in Gefahr. Ihre Rückkehr kann genauso plötzlich sein, wie sie verschwunden sind, und das kann die Nerven der Besitzer wirklich strapazieren. Miauend steht sie urplötzlich vor einem, als ob nichts gewesen wäre. Jedes mal bin ich trotz großer Freude für einen Moment am überlegen, nicht doch noch Katzenhackfleisch aus ihr zu machen:) Für alle, die ihre Katze vermissen oder im Besitz einer „Streunerkatze“ sind. Es ist es wichtig, die Hoffnung nicht aufzugeben und weiterhin alles zu tun, um sie wiederzufinden. Bleiben Sie stark!
33 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
bottom of page